KAEP für Krankenhäuser
Krankenhäuser müssen auf Krisen vorbereitet sein, von Massenanfällen von Verletzten (MANV) bis zu komplexen lebensbedrohlichen Einsatzlagen. Die AUC Akademie der Unfallchirurgie GmbH und Dräger haben deshalb eine neuartige Kooperation gestartet: eine integrierte Stabsrahmenübung, maßgeschneidert für Kliniken. Dieses Training – eine Krisenstabsübung speziell für Krankenhäuser – kombiniert medizinische Notfallversorgung (TDSC® Modul) und strategische Stabsarbeit (Krankenhausalarm- und Einsatzplanung, KAEP) in einem realistischen Szenario. Vorteil: Operative und strategische Führungskräfte trainieren gemeinsam, direkt an Ihrem Klinikstandort und entwickeln das eigene System der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung weiter.
Integrierter Ansatz: Operative Medizin & Stabsarbeit Hand in Hand
Unsere Stabsrahmenübung TDSC®/KAEP vereint zwei zentrale Elemente des Klinik-Krisenmanagements in einer Gesamtsimulation:


Integrierter Ansatz: Operative Medizin & Stabsarbeit Hand in Hand
- TDSC® (Terror and Disaster Surgical Care) – halbtägiges Intensivtraining für operative Führungskräfte in der Notfallmedizin. Dieses Modul bereitet chirurgisches Personal (z. B. Unfallchirurgen, Notfallmediziner) auf Terror- und Großschadenslagen vor, inkl. Sichtung (Triage), Ressourcenpriorisierung und simulierten Massenanfall-Szenarien.
- Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) – Übung der strategischen Krankenhauseinsatzleitung (KEL) als Krisenstab. Hier trainieren Ihre Klinikleitung und Stabsmitglieder Entscheidungsprozesse, internes Lage-Management, Ressourcensteuerung sowie die Kommunikation innerhalb des Krankenhauses und mit externen Einsatzkräften.
Synergie-Effekt: Durch die kombinierte Übung fließen operative Behandlungsabläufe direkt in die Stabsarbeit ein. Dies deckt potenzielle Lücken an den Schnittstellen zwischen medizinischer Versorgung und Management auf und ermöglicht passgenaue Optimierungen.
Für wen ist die Stabsrahmenübung geeignet?
Diese Krisenstabsübung im Krankenhaus richtet sich an alle Akteure, die im Ernstfall zusammenwirken müssen:
- Mitglieder der Krankenhauseinsatzleitung (z. B. Klinikdirektion, Verwaltungsleitung, Krisenmanager)
- Medizinische Einsatzleitungen und Triage-Verantwortliche (z. B. Leitende Notaufnahme-Ärztinnen/-Ärzte der Sichtung – LArS, zentrale operative Notfallkoordinatoren – ZONK)
Weitere Schlüsselpersonen in der Notfallversorgung (nach individueller Absprache, z. B. Pflegedienstleitung, leitende Mitarbeitende aus OP/Intensiv)
Inhalte & Ablauf der Übung
Wir entwickeln das Übungsszenario individuell für Ihr Krankenhaus orientiert an Ihrer Infrastruktur, Ihren Fachabteilungen und dem Gefährdungsprofil (von Großunfall bis Terrorlage). So wird die Stabsrahmenübung zum praxisnahen Belastungstest Ihrer Abläufe.
Ablauf (Beispiel):
- Kick-off & Abstimmung: Ihre bestehende Notfall- und Alarmplanung wird gemeinsam analysiert; Übungsziele und Szenarien werden festgelegt.
- Szenario-Entwicklung: Unser Experten-Team erstellt ein realistisches Übungsdrehbuch (z. B. TerrorMANV mit definierten Verletztenprofilen).
- Durchführung TDSC-Modul: Kompaktes, auf Ihre Klinik zugeschnittenes TDSC-Training (ca. 4 Stunden vor Ort). Die operativen Teams bearbeiten ein vorgegebenes Übungsszenario. Zentrale Erkenntnisse werden systematisch herausgearbeitet, insbesondere im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die Arbeit des Krisenstabs, moderiert durch erfahrene Instruktoren.
- Durchführung KAEP-KEL Stabsrahmenübung: Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem TDSC-Modul findet eine ca. 4-stündige Stabsrahmenübung in Ihrer Klinik statt. Diese wird von erfahrenen Experten von AUC/Dräger gesteuert, beobachtet und ausgewertet.
- Nachbesprechung & Auswertung: Direkt im Anschluss erfolgt eine strukturierte Nachbesprechung. Erkenntnisse werden aufgearbeitet und konkrete Verbesserungspotenziale für Ihre Krankenhausalarm und - einsatzpläne abgeleitet.
Ihr Nutzen – Vorteile der Stabsrahmenübung
- Realitätsnaher Stresstest: Ein vollständig simuliertes Krisenszenario in gewohnter Umgebung zeigt, wie Ihre Pläne unter realen Bedingungen greifen.
- Maximale Teamperformance: Operative Medizin und strategische Stabsarbeit im Krankenhaus werden gleichzeitig trainiert für ein besseres Zusammenspiel aller Beteiligten.
- Gezielte Optimierung: Die Übung deckt Schwachstellen offen auf und schafft die Basis für eine belastbare Notfallstruktur und verbesserte Patientenversorgung.
- Minimaler Klinikeingriff: Wir planen flexibel mit Ihnen, um den Klinikalltag möglichst wenig zu stören. Das Training kann z. B. außerhalb der Hauptbetriebszeiten stattfinden.
Kooperation Dräger & AUC
Stimmen aus der Praxis

“Die von Dräger in Kooperation mit der AUC – Akademie der Unfallchirurgie organisierte Stabsrahmenübung, vorbereitet und begleitet durch geschulte TDSC®-Instruktoren, hat durch ihren hohen Realismus maßgeblich dazu beigetragen, unsere Vorbereitung auf besondere Einsatzlagen zu verbessern.”
Prof. Dr. Sascha Flohé
Stv. Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, Städtisches Klinikum Solingen

"Die von der AUC gemeinsam mit Dräger durchgeführte Übung zur Krankenhauseinsatzleitung war die erste, bei der chirurgische Behandlungsabläufe und die Herausforderungen bei der simulierten Versorgung terrorassoziierter Verletzungen direkt in die Stabsarbeit einflossen.
Die realitätsnahe Übung hat uns wertvolle Erkenntnisse für die Abstimmung und Schnittstellen zwischen operativ arbeitenden medizinischen Teams und der strategischen Krankenhauseinsatzleitung vermittelt."
Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert
Leitender Ärztlicher Direktor und Kommandeur, Bundeswehrkrankenhaus Ulm
Impressionen von Übungssituationen
Jetzt bereit für den Ernstfall?
Machen Sie den nächsten Schritt, um Ihre Klinik optimal auf Krisenfälle vorzubereiten. Kontaktieren Sie uns jetzt, um Ihre individuelle Stabsrahmenübung (TDSC® & KAEP) bei AUC und Dräger zu planen!
Über die AUC
Als multidisziplinärer und innovativer Dienstleister ermöglicht, konzipiert und entwickelt die AUC Projekte an der Schnittstelle von klinischer Medizin, Gesundheitsforschung und Management. Wir bieten Services für die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und andere medizinische Fachgesellschaften, aber auch für gesetzliche und private Unfall- und Krankenversicherungen, Medizin- und Technologie-Unternehmen sowie Gremien aus der Gesundheitspolitik.
Ein hoher Anspruch an den Nutzen und die Qualität unserer Dienstleistungen zeichnet uns und unsere Mitarbeiter aus. Die Nutzung moderner IT-Strukturen sowie die Integration aktueller Erkenntnisse medizinischer Forschung bestimmen unsere tägliche Arbeit.
Über Dräger
Dräger ist ein international führendes Unternehmen im Bereich der Medizin- und Sicherheitstechnik mit Hauptsitz in Lübeck, Deutschland. Seit über 130 Jahren entwickelt Dräger innovative Technologien, die Leben schützen, unterstützen und retten – in Kliniken, in der Industrie, im Bergbau oder bei Rettungsdiensten. Drägers Dienstleistung im Bereich der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) unterstützt Kliniken dabei, auf unerwartete Ereignisse und Krisen vorbereitet zu sein.
Die Dienstleistung umfasst fünf eng verzahnte Module: Zunächst wird der aktuelle Stand analysiert und Risiken bewertet. Darauf aufbauend hilft Dräger bei der Erstellung oder Optimierung des KAEP sowie bei der Schulung des Personals. Die Struktur und Aufgaben der Krankenhauseinsatzleitung sowie weiterer beteiligter Akteure werden gezielt weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt ist ebenfalls, die Begleitung bei der Erstellung und Umsetzung von Evakuierungskonzepten. Abschließend sorgen realitätsnahe Übungen mit abgestimmtem Übungsszenario dafür, dass Abläufe im Ernstfall funktionieren. So entsteht ein ganzheitliches, praxisnahes Sicherheitskonzept.
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