Qualität und Sicherheit in der Traumaversorgung
Kliniken, die an der traumatologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten beteiligt sind, können sich als TraumaZentrum auditieren lassen. Sie müssen dazu bestimmte Struktur- und Prozessmerkmale nachweisen, welche die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) in ihrem Konzept TraumaNetzwerk DGU festgelegt hat und regelmäßig auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert. Ziel des Konzepts ist es, über die Etablierung regionaler TraumaNetzwerke eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung von Traumapatientinnen und Traumapatienten sicherzustellen.
Für die im Netzwerk eingebundenen Kliniken sind drei unterschiedliche Versorgungsstufen definiert: lokales TraumaZentrum (LTZ), regionales TraumaZentrum (RTZ) und überregionales TraumaZentrum (ÜTZ). Rund 700 Kliniken aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Belgien haben sich bereits dem Auditierungsverfahren unterzogen und sind erfolgreich als TraumaZentrum ausgezeichnet worden.
Bestmögliche Versorgungsqualität
TraumaZentren müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die zur Förderung von Qualität und Sicherheit der Traumaversorgung beitragen. Dazu gehören einheitliche personelle und strukturelle Voraussetzungen, etwa in der Ausstattung, standardisierte Behandlungsabläufe sowie die verpflichtende Teilnahme an ärztlichen Fortbildungsprogrammen.
Anforderungen an ein TraumaZentrum
- Garantierte Aufnahme schwerverletzter Patientinnen und Patienten 24/7
- Definierte Kriterien zur Zuweisung von schwerverletzten Patientinnen und Patienten in eine Klinik
- Behandlung schwerverletzter Patientinnen und Patienten nach den Algorithmen evidenzbasierter Leitlinien
- Obligatorische Teilnahme am TraumaRegister DGU
- Qualifikation von Ärztinnen und Ärzten und Pflegepersonal durch Hospitationen, Austauschprogramme und gezielte Fort- und Weiterbildungen wie z.B. ATLS®
Die detaillierten Anforderungen sind im Weißbuch Schwerverletztenversorgung und in den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen festgelegt, welche durch die DGU in Kooperation mit weiteren relevanten Fachgesellschaften, relevanten Patientenorganisationen und unter Berücksichtigung der aktuellen medizinischen Forschung und regelmäßig aktualisiert werden.
Ihr Weg zum TraumaZentrum
Die Schritte zur Bescheinigung TraumaZentrum DGU
- Anmeldung bei der AUC
- Zugang zum TraumaPortal erhalten
- Vertrag herunterladen und unterschreiben
- Ggf. Ausfüllen des Antrags auf nachträgliche Aufnahme in Netzwerk
- Begleichen der Rechnung
- Vereinbarung des Audittermins
- Ausfüllen und Einreichen der Checkliste
- Durchführung des Audits
- Erhalt der Bescheinigung mit gewünschter Einstufung nach erfolgreichem Audit

Downloads
Schwerverletztenversorgung
Weißbuch Schwerverletztenversorgung (3. Auflage, 2019)
Ausführungsbestimmungen zum Weißbuch (Version 2.0, 2023)
Ausführungsbestimmungen Belgien (Version 1.1, 2025 - deutsch)
Regulatory Statutes Belgium (Version 1.1, 2025 - english)
S3-Leitlinie Polytrauma / Schwerverletztenbehandlung
Taschenkarte Kriterien Schockraum-Alarmierung
Kontakt
Wir freuen uns über Ihre Anfrage und sind gern für Sie da!
Katrin Wunderlich
AUC – Netzwerke und Versorgungsstrukturen
Telefon +49 89 540 481-210
